Adam Fawer: Gnosis

Adam Fawers Erstling «Null» hat mich absolut gefesselt. Umso mehr habe ich mich das zweite Werk «Gnosis» gefreut. Konnte der junge Autor das Niveau halten?

Die Handlung von Gnosis hat rein gar nichts mit «null» zu tun, es handelt es sich also nicht um eine Fortsetzung der spannenden Geschichte. Geblieben ist aber Fawers Vorliebe für die Wissenschaft und die Faszination fürs Unerklärliche. In Gnosis dreht sich alles um Empathier, Menschen mit stark erhöhter Wahrnehmungsfähikeit, die dadurch in Lage sind, Gedanken anderer zu lesen und manipulieren. Eine unheimliche Vorstellung, ohne dass man dazu einen Roman oder ein Fachbuch liest. Aber auch ein komplexes Thema, das nicht so einfach verständlich und anschaulich transportiert werden kann.

harziger Einstieg

Und so musste ich mich dann auch gut 250 Seiten durchbeissen, bis ich Gefallen an der Thematik, der Geschichte und der Erzählweise gefunden habe. Immerhin hatte ich dann noch fast 500 weitaus fesselndere vor mir. Und ich litt mit den Protagonisten und ihrem Wechselbad der Gefühle. Im Nachhinein kommt Gnosis zwar nicht an Null heran, liegt aber nur knapp dahinter und verdient deshalb ebenfalls das Prädikat lesenswert. Wäre dies der erste Thriller von Fawer gewesen, ich hätte wohl die Durststrecke von 250 Seiten nicht ausgehalten.

Verwandte Blog-Einträge

Kommentare

Leave this field empty
Ihren Kommentar hinzufügen

Falls Sie abonnieren, werden alle neuen Kommentare zu diesem Thema an Ihre E-Mail-Adresse gesandt.

TrackBacks

Es gibt keine Trackbacks für diesen Eintrag.

Trackback URL dieses Eintrages:
http://www.samelis.ch/blog/mischa/trackback.cfm?id=890E5AF3-C783-408D-92FD0DC9FEF65539