Das Geheimnis des Baby-Gels

Wie weit sind wir denn schon gekommen, fragte ich mich letzthin, als ich – gemütlich meinen Junior durch den Supermarkt stossend – all die anderen kleinen, sauber frisierten Babies betrachtet habe. Brauchen zarte Kinderköpfe denn bereits eine volle Dröhnung Haargel?

Ganz im Ernst, schaut Euch mal die kleinen Hosenscheisser an. Wie viele haben eine Frisur? Ja, richtig gelesen, eine Frisur. Versucht mal, ein Kleinkind zu frisieren – kleine leichte Aufgabe. Zum Teil sehen die Köpfe der Knöpfe ja wirklich schon aus, wie frisch aus dem Modemagazin ausgeschnitten. Wer tut denn so was, fragte ich mich schon ein paar mal.

Die Antwort liegt eigentlich auf der Hand, wurde mir aber erst in den Ferien letzte Woche bewusst: Es sind die kleinen Künstler selber, die geschickt alle möglichen ekligen Materialien ins Haar streichen und so die wildesten Frisuren zaubern. Mit dieser Erkenntnis im Rücken empfinde ich die gestylten Bälger zwar nicht mehr als modetechnisch vergewaltigt, befürchte nun aber ein leichtes Ekelgefühl, wenn mich die niedlichen Foodkünstler zwischen Gemüseabteilung, Käsetheke und Charcuterie anstrahlen.

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